Besprechungen von "Hanna, Gottes kleinster Engel", Thienemann Verlag


"... ein auffälliger Roman, sprachlich von einer unglaublichen Dichte, mit religiösen Motiven emotional die Eiszeit gnadenlos - aber ohne Anklage! - sezierend...

.... ein Märchen, eine Erlösungsgeschichte, ein verzweifelter Ruf nach Liebe in der Welt, vor allem aber ist es ein Sprachkunstwerk, das anknüpfend an naive, kindliche Vorstellungen im engen Rahmen einer Familie einen Kosmos entwickelt. Auf dieser Ebene ist es auch ein Buch für Erwachsene, denen es gut tun würde, über dieses Buch gemeinsam mit ihren Kindern zu reden."

-Manfred Jahnke, Fundevogel, Kritisches Kinder-Medien-Magazin, Nr. 116

 

"... ein höchst empfehlenswertes Buch für jeden Erwachsenen, der mit Kindern zu tun hat..."

-Abendzeitung

 

"... Gefesselt hat mich über das hochinteressante Thema hinaus vor allem die Authentizität und Lebendigkeit, die sprachliche Qualität, mit der Angela Sommer-Bodenburg erzählt, ohne in Versuchung zu geraten, den LeserInnen einfach nur die eigene Bitterkeit um die Ohren zu schlagen.

In jedem Fall läßt die Autorin mit all diesen Qualitäten das Niveau der vielen, momentan den Markt überflutenden, auf Biegen und Brechen optimistischen "Problembüchern" deutlich hinter sich. Grund genug, das Buch mit der Eule des Monats auszuzeichnen..."

-Dorit Maria Schwan, Redaktion der Zeitschrift Bulletin Jugend + Literatur.

 

"Traurig und schön zugleich... Ein Buch gegen die Gleichgültigkeit und Spießigkeit, das Jugendliche und ihre Eltern am besten gemeinsam lesen."

-Zeitungsverlag Aachen - AZ-Kultur-Redaktion

 

"Angela Sommer-Bodenburg hat mit der Figur der kleinen Hanna, die an der Enge und Einsamkeit zerbricht, eine zauberhafte Figur erdacht, deren Leben, Lieben und Leiden den Leser tief bewegt.

Das Buch ist zwar für Jugendliche gedacht. Aber es eignet sich auch für Erwachsene als erschütterndes Plädoyer für mehr Nähe und mehr Zuwendung gerade auch gegenüber den Schwachen und Hilflosen, den Kleinen und Vergessenen.

... eine Geschichte voll zartem Humor und verhaltener Traurigkeit."

-Margarete von Schwarzkopf, Lesetip, Norddeutscher Rundfunk, Radio Niedersachsen

 

"Wie soll man eine dicke Eisschicht, durch die auch Gott nicht hindurchdringt, zum Schmelzen bringen? Wie das eisige Herz der Mutter beseelen? Wie das Streichholz an der Mauer entzünden, um die Liebe in jenen zu erwecken, die nicht mehr lieben können? Aus der innersten Tiefe dieser Fragen wird vor mir immer Hanna, der kleinste Engel Gottes auftauchen. Hanna, die fähig war, sich dieser Fragen und Aufgaben selbst und auch uns zu stellen, aber nicht fähig war, sie zu ertragen...

Auf den ersten Blick scheint es, daß es nur wenige Familien gibt, die Hannas Familie gleichen. Es gibt ihrer viel mehr, als wir eingestehen wollen. Kinder werden mißbraucht, mißhandelt, eingesperrt, geschlagen... Viel zu oft erkennen wir den wahren Sachverhalt erst, wenn etwas Unheilvolles geschieht. Als F.M. Dostojewski den Gedanken des Jahrhunderts aussprach: "Wenn es Gott nicht gibt, ist alles erlaubt", hat er damit vielleicht auch ein inbrünstiges Gebet geflüstert, Gott möge sich tiefer zu jenen herabbeugen, die, mit Lieblosigkeit bewaffnet, nicht wissen, was sie den Seelen ihrer Kinder antun..."

-Dana Podracká, in "Hanna, najmensí Bozi anjel", Mladé letá, Bratislava, Slovakische Übersetzung